Nichts Bemerkenswertes

Manchmal passiert den ganzen Tag nichts Bemerkenswertes. Aber vielleicht ist das nicht nur manchmal so, sondern die Regel. Auf jeden Fall werden die Sinne wach, für die kleinen, unspektakulären Dingen, wenn die Tage ohne Sensationen dahingehen. Für die zunehmende Färbung des Laubes, für das Treiben der Vögel, für den Spaziergang von Nachbars Katze.

Landschaft mit Staffage
Aquarell 30 x 24

Landschaft mit Staffage

Weiß man heute, wo Pieter Bruegel seine Landschaften gemalt hatte? Weiß man heute, ob Frau del Giocondo genauso aussah, wie die Mona Lisa? Man weiß es nicht. Die schroffen Berge in manchen von Bruegels Bildern stimmen jedenfalls nicht mit der Topografie seiner flämischen Heimat überein. Das sagt auch Wikipedia. Und bezüglich der Mona Lisa kann man nur vermuten, dass sie dem damaligen Modell ähnlich ist. Weil Leonardo ein Meister war. Doch es gibt auch Vermutungen, dass Leonardo sich selbst mit in das Porträt hineingemalt hat. Genaues weiß man nicht. Daraus folgt: Landschaften auf gemalten Bildern müssen nicht unbedingt lokalisierbar sein und gemalte Porträts nicht unbedingt ähnlich.

Landschaft mit Staffage
Aquarell 24 x 32

Schloß Brandenstein

Nimmt der Wanderer die Straße von Pößneck nach Krölpa und biegt dort in Richtung Ranis ab, bietet sich seinem Auge eine abwechslungsreiche Landschaft dar. Sanfte und schroffe Erhebungen wechseln sich ab mit ausgedehnten Feldern und Wäldern. Alte knorrige Obstbäume säumen die Raine. Nicht lange und er erblickt einen kleinen bewaldeten Höhenzug auf dem Schloß Brandenstein in der warmen Nachmittagssonne thront. Angetan von der romantischen Kulisserie sucht er sich ein bequemes Plätzchen, setzt sich nieder, schnürt sein Ränzlein auf und holt das Zeichenzeug heraus, um die Szene zu konterfeien.

Schloß Brandenstein
Aquarell 24 x 32

Zeichnen

Vier Kopfstudien

Das Zeichnen macht zur Zeit besonders Spaß. Ich habe sozusagen die Zeichneritis bekommen. Diese Krankheit ist ziemlich hartnäckig und verheilt sehr, sehr langsam. Na ja, den einen oder anderen Versuch kann ich ja auf dem Blog abladen. Heißt das eigentlich der Blog oder das Blog. Der Duden ist sich diesbezüglich nicht einig. Dort ist zu lesen, Substantiv, Neutrum, oder Substantiv, maskulin. Demnach könnte man es schreiben, wie man will. In dem Blog Conterest steht (ganz unten): „…Denn natürlich heißt es das Blog. Schon immer, und von Anfang an. Aus nicht überlieferten Gründen ist irgendwann vor 10 oder so Jahren auch die Bezeichnung der Blog aufgekommen…„.

Gestern kam einen Meldung von Heise im Internet, dass Google plus geschlossen werden soll. Dort habe ich auch noch eine Seite, die nun wegfallen wird. Also hätte ich dann mehr Zeit für mein, oder meinen, Blog. Auch nicht schlecht.

Junge an der Tür

Kohlezeichnungen und Lebenszeit

Lang genug ist das Leben und reichlich bemessen auch für die allergrößten Unternehmungen, wenn es nur gut angelegt ist. Also sprach Seneca. Heute zum Beispiel war genug Zeit für Kohlezeichnungen. Es wurde also keine Lebenszeit verschwendet. So wie der Angler keine Lebenszeit verschwendet, wenn er angelt. Auch, oder gerade, wenn er nichts fängt.