24.11.2020

24.11.2020

Komm heran o Nord
Bild 7 Komm Du heran, o Nord 24 x 32 Öl auf Pappe
Was willst Du, Sonnenschein,
Was wollt Ihr, laue Lüfte?
Ihr stellt zu spät Euch ein
Und buhlt um süße Düfte!

Komm Du heran, o Nord,
Willkommenster von allen;
Die Blüte ist verdorrt,
Nun will die Nichts, als fallen!

Friedrich Hebbel

22.11.2020

22.11.2020

Was war die wichtigste Nachricht der letzten Woche? Wahrscheinlich diese: Spektrum berichtete, dass auf dem Mount Everest Mikropartikel von Polyester-Fasern aus Bergsteigerbekleidung gefunden worden sind. Ich bin erschüttert.
Die weniger wichtigen Neuigkeiten: Im Studio wurde eine Landschaft mit Kuh fertiggestellt. Als Vorlage diente eine Bleistiftskizze vom vergangenen Sommer.

Bild 6 Landschaft mit Kuh
Bild 6 Landschaft mit Kuh 24×35 Öl auf Malpappe
Landschaft mit Kuh
Landschaft mit Kuh
Landschaft mit Kuh
Landschaft mit Kuh Sketchbook

16.11.2020

16.11.2020

Die wichtigsten Schlagzeilen der letzten Tage hatten es in sich.

Der Tagesspiegel:
„Das Auftreten von Joe Biden und Kamala Harris Wenn Anstand zu Tränen rührt Erleichterung nach den Trump-Jahren: Man möchten den frisch Gewählten vor Dankbarkeit um den Hals fallen…“


Die Berliner Zeitung:
„Das Charisma von Kamala Harris: Eine Frau schreibt Politgeschichte
Was die nächste US-Vizepräsidentin ikonisch macht, ist ihre Aura: Sie versöhnt Moral und Glamour, Härte und Hollywood…“

Ihre Aura macht sie ikonisch… Ne ne ne, der journalistische Blödsinn vermehrt sich rascher als die COVID-19 Bazille. Wo waren eigentlich die russischen Hacker zur US Wahl? Vermutlich ist die Aura der Harris so dicht wie die Schutzschilde der Enterprise. Die Hacker konnten sie nicht durchdringen.

Ihr Redakteure und Journalisten, die solchen Schwachsinn verzapfen: Seid ihr an einer Bambizitze sozialisiert worden? In der Regel lesen mündige Erwachsene Zeitung. Gut, als mündiger Erwachsener kann man Zeitungen zusammenfalten und in den Papierkorb werfen, oder abbestellen.

Zum Glück gab es doch noch eine wirklich wichtige und ergreifende Schlagzeile: „Die Queen ist bis in‘s Mark erschüttert. Ihre Hofdame ist gestorben…“

15.11.2020

15.11.2020

Über den diesjährigen Herbst braucht sich keiner zu beschweren. Nichtmal der Bauernverband oder Donald Trump. Na gut, bei Donald Trump bin ich mir nicht sicher, ob er den Herbst auch so toll findet. Obwohl, als Golfer müsste er ja auch seine Freude am schönen Wetter haben. Heute früh beim Pleinair waren jedenfalls einige Leute unterwegs und genossen den sonnigen Vormittag. Ganz ohne Mund-Nasen-Masken. Herrlich.

Bild5 Landschaft an der Wolche
Bild5 Landschaft an der Wolche 24 x 35 Öl auf Malpappe

11.11.2020

11.11.2020

Gesetzt dem Fall, die Buddhisten und Friedrich Nietzsche behielten recht mit ihren Behauptungen von der Wiedergeburt und der ewigen Wiederkehr, und gesetzt dem Fall, ich würde auf die eine oder andere Art wiedergeboren, so wünschte ich mir nichts sehnlicher, als als amerikanischer Präsident wiedergeboren zu werden. Es ist doch einer der angenehmsten Jobs. Wenn es mal schlecht läuft, verdrückt man sich auf den Golfplatz, wie Trump, dem der Bote dort die Nachricht von der Wahlniederlage überbrachte. Ansonsten ist scheinbar auch nicht viel zu tun. Der alte Präsident hält bockig die Tür zum Weißen Haus von innen zu: „Du kommst hier nicht rein!“
Und der neue Präsident, wenn er nicht gerade durch krumme Geschäfte in Anspruch genommen wird, tritt von draußen bockig an die Tür: “Lass mich rein!“
So sind die beiden bis zur Inauguration Ende Januar mit sich selbst beschäftigt. Ach, lassen wir sie. Die Welt dreht sich weiter, ob mit oder ohne Präsidenten.

08.11.2020

08.11.2020

Als ich heute früh vor das Haus trat, hielt die Natur für einen Augenblick den Atem an und die Sonne goss eine Fülle warmen Lichts über die reifkühlen Herbstäcker. Also packte ich das Malzeug ein und machte mich auf den Weg zum Pleinair. Schöner kann man einen solchen herrlichen Sonntagvormittag nicht verbringen. Zumal auf der weltpolitischen Bühne seit Wochen nichts Bedeutendes passiert.

03.11.2020

03.11.2020

Die Amerikaner dürfen sich wieder mal zwischen getrocknetem und vermodertem Mist entscheiden. Sie haben Wahl. Ziemlich unspannend wer gewinnt. Viel spannender war es heute für mich, als ich in einem Buch folgenden Spruch entdeckte:

Dulce est, inter majorum versari habitacula, et veterum dicta factaque recensere memoria.

Egesippus

Das heißt soviel wie ‚Liebreich ist es, unter den heimischen Dingen der Vorfahren zu verweilen und der Alten Worte und Werke zu erprüfen im Andenken.
Die Übersetzung habe ich auf einer englischsprachigen Seite über Heidegger entdeckt. Es ist die Einleitung einer Erzählung Adalbert Stifters. Nach dem die letzten Sätze aus ‚Der Hochwald‘

...die Ahornen, die Buchen, die Fichten und andere, die auf der Waldwiese standen, hatten zahlreiche Nachkommenschaft und überwuchsen die ganze Stelle, so daß wieder die tiefe, jungfräuliche Wildnis entstand, wie sonst, und wie sie noch heute ist. Einen alten Mann, wie einen Schemen, sah man noch öfter durch den Wald gehen, aber kein Mensch kann eine Zeit sagen, wo er noch ging, und eine, wo er nicht mehr ging.

Adalbert Stifter aus Der Hochwald

das lesende Auge des Verfassers passierten, eröffnete nach dem Umblättern der Spruch in feinem Lateinisch die nächste Erzählung ‚Die Mappe meines Urgroßvaters‘.

02.11.2020

02.11.2020

Nicht bestätigten Insidergerüchten zufolge, soll die Queen darüber nachdenken abzudanken. Die Queen dankt ab. Was soll nun werden? Der Abgrund ist nah, so nah. -> Aus Wien werden schon Schüsse gemeldet.

01.11.2020

01.11.2020

Komm Du heran, o Nord,
Willkommenster von allen;
Die Blüte ist verdorrt,
Nun will die Nichts, als fallen!

Das schrieb Friedrich Hebbel einst in seinem Gedicht Lebens-Momente. Doch der Nord war‘s heute noch nicht. Dafür war die Luft zu lau, aber wild waren die Winde und grau verhangen der Himmel. Deshalb bin ich heute im Studio geblieben und habe einen alten Kupferkessel gemalt. Bild Nummer 3.

Bild 3 Kupferkessel
Bild 3 Kupferkessel 10 x 15 Öl auf Malpappe

31.10.2020

31.10.2020

Die Moderatorin im Radio heute Vormittag lobte diesen schönen Herbsttag, an dem immer wieder die Sonne durch die Wolken blitzen würde. Komisch, hier war kein Sonnenstrahl zu sehen. Den ganzen Tag lang nicht. So schlimm ist das für das Pleinair Malen durchaus nicht. Man braucht sich nicht von den sich ständig ändernden Lichtwechseln stören lassen. Allerdings fehlen die Schlagschatten, mit deren Hilfe sich der eine oder andere Effekt generieren lässt. Doch das Bild soll ja sowieso nicht durch Effekte befeuert werden, so die Gelehrten. Effekte wenn, dann nur sparsam verwenden. Am besten vermeiden.

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