Aus dem Skizzenbuch

Ich stelle das Fahrrad am Straßenrand ab und hole Skizzenblock und Zeichenzeug aus der Umhängetasche. Mit der hohlen Faust bilde ich ein kleines Guckloch. Das haben wir als Kinder gemacht, um ein Fernrohr zu imitieren. Ich versuche die Landschaft, die sich ringsum ausbreitet, auf ein Motiv einzugrenzen. Alles kann man nicht zeichnen, man muss sich auf einen interessanten Ausschnitt fokussieren, auch wenn dabei anderes Interessantes außen vor bleiben muss. Dann lieber mehrere Skizzen anfertigen.

Aus dem Skizzenbuch
Aus dem Skizzenbuch

Die Bäume sind kurz vor dem Austreiben, manche fangen schon zu blühen an. Wie kann das gezeichnet werden? Die Kronen sollten sich hell vor dunklerem Hintergrund abheben. Frisches Grün ist hell, und blühende Bäume sowieso, sie leuchten im schwindenden Wintergrau der Landschaft. Lichte Flecken ringsum. Ich versuche, eine Art zeichnerische Handschrift zu finden, um die Skizzen vor Ort rasch niederschreiben zu können.

Aus dem Skizzenbuch
Aus dem Skizzenbuch

2 Antworten auf „Aus dem Skizzenbuch“

    1. Ja, diese Begrenzungen mache ich oft, wenn ich mich auf einen Ausschnitt aus der Natur beschränken muss, und es schwerfällt, weil sich alles ringsum ausbreitet. Man muss einen Anfang und ein Ende finden, das Zeichenblatt ist ja nicht unendlich groß. 🙂
      Vielen Dank für deinen Kommentar!

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