Auslage

Auslage

Das Tagesbild heute habe ich schon vormittags begonnen zu malen. Die Auslage eines kleinen Bekleidungsgeschäftes in der Poststraße und vor allem die Puppe mit dem roten Stoffhut und dem goldenen Anorak vielen in das Auge und da war die Motiventscheidung rasch gefällt.
Morgen habe ich Termin beim Doc. Deshalb gibt es erst übermorgen wieder ein Tagesbild. Bis dann.

24cm x 32cm / Öl auf MDF Platte

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Dunkle Wolken über dem Sportplatz

Tagesbild Dunkle Wolken über dem Sportplatz

Im Internet habe ich gesehen, vor einiger Zeit schon, dass es einige Maler gibt, die jeden Tag ein kleines Bild malen. Das nennt man Daily Painting und es kommt wohl hauptsächlich aus dem amerikanischen Raum. Da habe ich mir einfach gedacht, das machst du auch. Ich erhoffe mir davon eine stetige Verbesserung der Maltechnik nach dem Motto: Übung macht den Meister. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte. Aber Wochenende muss bei mir sein. 🙂

Das ist nun schon mein drittes Tagesbild. Immerhin! Über dem Sportplatz zieht schlechtes Wetter auf.

24cm x 32cm / Öl auf MDF Platte

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Schlehen

Schlehen

Heute früh auf einem Parkplatz entdeckt: kahle Sträucher, an denen blaue Beeren hängen. Ich bin mir sicher, dass es Schlehen sind. Eine Nahrungsreserve für die Vögel im Winter.
Ein schönes Motiv für das heutige Tagesbild. Jetzt geht’s in das Wochenende. Den Lesern des Blogs ein schönes Wochenende.

32cm x 24cm / Öl auf MDF Platte

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Verlassenes Haus

Triptis Verlassenes Haus

Mein heutiges Motiv ist ein altes leerstehendes Haus, heute früh beim Einkaufen fotografiert. Das ist in Triptis gleich vor dem Norma Markt. Früher hieß das An der  Wolfsschlucht, weil ganz früher in der Nähe eine Gaststätte stand. Die hieß Wolfsschlucht.

24cm x 32cm / Öl auf MDF Platte

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Orlasenke

Orlasenke in Tusche

Die Landschaft der Orlasenke reizt immer wieder zum zeichnen und malen.

Orlasenke

Orlasenke

Die weiten Blicke die sanften Erhebungen auf denen sich Wiesen und Felder ausbreiten, unterbrochen von schroffen Riffen und Felsgruppen.

pilgernder Mönch in felsiger Landschaft

pilgernder Mönch in felsiger Landschaft

Nach dem Zeichnen der Landschaft der Orlasenke, kam die Idee noch einen pilgernden Mönch zu machen, der diesmal aber in einer felsigen Landschaft wandert. Ach und noch bissel bei Rembrandt abgekupfert. Alles mit dem Zeug, siehe Beitrag –> Zeug, gezeichnet. Ich verwende Ausziehtusche von ROHRER&Klinger und Brause Zeichenfedern Typ 66 hochelastisch.

Rembrandt Studie

Rembrandt Studie

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Kerze

Advent

Nun ist der erste Advent schon da.

Kerze

Kerze

Das Jahr ist im Rückblick schnell vergangen. Überhaupt vergehen die Jahre immer schneller, je älter man wird. In der Kindheit und in den jungen Jahren empfinden wir das Leben als endlos und die Zeit als träge und zäh, sobald wir nur auf etwas warten. Den Geburtstag oder Weihnachten zum Beispiel. Im Alter haben wir die Zeit ökonomisiert, wir haben so etwas Zeitmanagement eingeführt und schwups, haben wir keine Zeit mehr, sie vergeht rasend schnell.

Bockwurstesser

Bockwurstesser

Mit dem Anbrechen des Advents, eröffnen nach und nach auch die Weihnachtsmärkte, welche die verschiedensten Köstlichkeiten feil halten und man kann wieder Wurstesser vor Buden sehen.
So mancher bleibt aber auch gerne zu Hause und nutzt freie Zeit für ein paar besinnliche Minuten. Schaltet man äußerliche Störfaktoren, wie Fernsehen oder Radio, dabei auch einmal aus, so kann man den Wert der Zeit, ihr langsames, stetiges dahinfließen, wieder erfahren. Die Wölkchen, die dem Mund des Räuchermännels entweichen, mit interesselosem Wohlgefallen beobachtend.

Räuchermännel

Räuchermännel

Neue Leinwand

New Canvas

Überraschung! Eine neue Leinwand steht auf der Staffelei. Die Frage ist, was könnte man malen? Vielleicht den Eingang zu einem alten Bergwerk? So eins in denen früher die Venetianer zugange waren. Von denen sich der Mythos der Zwerge ableitet? Im Internet habe ich gelesen, dass es im Sauerland einen Venetianerstollen gibt. Ich habe gleich mal bissel nach diesen Vorlagen herumskizziert. Na, mal sehen.

Venetianerstollen

Venetianerstollen

Für die Leinwand habe ich Baumwolltuch genommen, Maltuch Wassily ungrundiert. Das hat ein Gewicht von 280 g/m². Es müsste also korrekterweise heißen, eine neue Baumwolle steht auf der Staffelei, das klingt jedoch komisch. Das Tuch habe ich auf den Keilrahmen getackert und zweimal mit Hasenleim vorgeleimt. Der Leimansatz hat ein Mischungsverhältnis von 80g auf 1l Wasser. Dieser Ansatz wurde rund drei Stunden quellen gelassen, dann im Leimtopf auf ungefähr 60°C erwärmt. Nach dem Quellen, als es schon auf Arbeitstemperatur war, habe ich 8g Alaun hinzugefügt, damit die Leimung wasserfest wird. Der Alaun darf erst nach dem Quellen dazugegeben werden, sonst quellt nix. Nachdem die Leimung trocken war, habe ich 0,2l des warm gehaltenen Leimwassers mit 100g Lithopone und 100g Kreide verrührt. Das ergibt einen Kreidegrund. Mit diesem Kreidegrund wurde die Leinwand, bzw. Baumwolle, drei mal grundiert. Als das dann wiederum trocken war, mit feinem Schleifpapier glattgeschliffen und als Isolierung des Kreidegrundes, und gleichzeitige Imprimitur, wurde eine Kaseintempera mit grünlicher Umbra Natur aufgepinselt.
So, nun weiß ich immer noch nicht, was ich auf die Baumwolle malen könnte.

Zwerg

Zwerg

Hl Sebastian

Sebastian III

Nachdem ich beschlossen hatte, dass die Studie des hl Sebastian fertig gemalt ist, war mir auf dem Foto aufgefallen, er schwebt ja am Baum, der Sebastian. Aber gut Märtyrer und Heilige dürfen auch mal schweben, wenn es ihnen gerade danach gelüstet. Ich lasse also Seile und Sonstiges als Befestigungsmittel weg. Das würde vielleicht auch im Bild stören. Außerdem ist es nur eine Studie und die ist nun fertig. Für mich jedenfalls.

Hl Sebastian

Hl Sebastian
Studie, Öl auf Papier
32 x 24

St. Sebastian Studie

Sebastian II

Heute Vormittag war Zeit an der Studie weiterzuarbeiten. Ich habe den Körper der Figur überarbeitet und das Tuch angelegt. Die Rinde des Baumes hat auch eine erste Strukturierung bekommen. Meine Palette für diese Studie trägt die Farben Zitronengelb, gelber Ocker, Irgazienrot, Krapplack, Titan-Zinkweiß, gebrannte Sienna, Ultramarinblau und Coelinblau.

Palette

Palette

Ach und für die Grüns und die Abstimmung des Inkarnats der Figur kam schließlich noch französische grüne Erde dazu. An der Tube ist zu erkennen, dass ich mir diese Farbe, so wie den Ocker auch, selbst herstelle.

Grüne Erde

Grüne Erde

St. Sebastian Studie

St. Sebastian Studie

Atelier

Studie heiliger Sebastian

Das neue Studio ist nun halbwegs eingerichtet. Klein aber fein. Ab jetzt läuft das Experiment, Malen im kleinen Raum. Ich denke, dass Bilder bis 1,30 m möglich sind. Und im Sommer kann man immer draußen malen.

Aktuell ist aber eine kleine Studie auf Papier in Arbeit. Ich wollte schon immer mal einen heiligen Sebastian malen. Der Sebastian war ein römischer Offizier. Weil er sich zum Christentum bekannte, soll er von Kaiser Diokletian zum Tode verurteilt worden sein. Das Urteil vollstreckten Bogenschützen, weshalb er meistens von Pfeilen durchbohrt dargestellt wird. Ja dieser Kaiser hielt nicht viel von Religionsfreiheit.

Studie heiliger Sebastian

Studie heiliger Sebastian

Mein Sebastian soll an einem Baum gebunden im Wald die Vollstreckung des Urteils empfangen haben. Sebastian soll seine Hinrichtung jedoch überlebt haben. Auf dem grundierten Papier habe ich die Figur angelegt und den Waldhintergrund als Dunkelheit angedeutet. Alles mit stark verdünnter Ölfarbe, welche rasch anzog.

Das flexible Skizzenbuch

Skizzenbücher und Skizzenblöcke sind in vielerlei Ausführungen und Formaten im Künstlerbedarf erhältlich. Eigentlich bleiben für den Zeichner keine Wünsche offen. Für unterwegs eignen sich sehr gut die Skizzenblöcke in Spiralbindung. Ob Quer- oder Hochformat entscheiden der Geschmack und das jeweilige Vorhaben. Zum Beispiel, ob Landschaften skizziert werden sollen oder das Zeichnen von Porträts ansteht. Der Vorteil der Spiralbindung ist, dass man die Seiten, auf denen schon gezeichnet wurde, ganz umklappen kann, sodass der Block oder das Buch beim Skizzieren, und vor allem im Stehen, ziemlich bequem in der Hand gehalten werden kann. Bei Skizzenbüchern mit Fadenbindung geht das nicht so einfach. Dafür kann man hier viel besser über zwei Seiten zeichnen, hat also, wenn man es benötigt, schnell und einfach eine Formatverdopplung zur Hand.
Ich habe mir, trotz dass es alles zum Zeichnen Notwendige gibt, selbst ein Skizzenbuch gebastelt. Ein Skizzenbuch für lose Blätter. Der Grund ist ganz einfach. Ich kaufe gerne Zeichenpapier als Bogenware in größeren Packungen.

Für die Herstellung meines Skizzenbuches brauche ich eine Hartfaserplatte, eine Mappe aus Pappe, eine kleine Flasche Kaltleim und eine Klammer.

Die Größe der Mappe sollte dem Format entsprechen, in dem man später arbeiten will. Ich habe eine Mappe aus Graupappe im Format 26cm x 33cm genommen. Damit kann ich in A5, A4 und 24 x 32 arbeiten. Die Hartfaserplatte in der Stärke von 3mm habe ich mir im Baumarkt auf die 26cm x 33cm zuschneiden lassen und mit Hilfe des Kaltleims auf die Seite der Mappe geklebt, um deren Ecken die Gummis geschnippt werden.

Achtung, vor dem Kleben die Gummis abmachen, sonst geht die Mappe nicht mehr auf. Das flexible Skizzenbuch ist nun fertig und kann mit den Papierbögen befüllt werden. Die Klammer noch aufgesteckt, für windige Tage, und auf geht’s.

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Gender

Im Gespräch mit dem Marabu wurden zusätzlich zur aktuellen politischen Lage folgende Dinge erörtert:

Ist es in der heutigen Zeit noch möglich, in eine so vergnügte Stimmung zu kommen, wie sie Don Giovanni in der Champagnerarie ausdrückt?

Kann Leporello gegendert werden?

Bezüglich des ersten Punktes kamen die Diskutanten zu dem Schluss, dass es Personen, die vom Genderismus keine Ahnung haben und die die Kultur des Hinterwäldlerischen aus freien Stücken pflegen, unter Umständen gelingen kann, vergnügt zu sein.
Bezüglich des zweiten Punktes konnte keine Konklusion herbeigeführt werden, da sich die Diskutanten nicht darüber klar werden konnten, was gendern eigentlich sein soll. Vermutet wurde, das Genderisten höchstwahrscheinlich sich selbst pflegende Mängelwesen sind, was aber in der Frage nach der Möglichkeit der Genderung Leporellos nicht weiterhalf.
Vergnügt gingen die Diskutanten auseinander.

Marabu im Gespräch mit einem Mann
Bleistift B2 / A4

Vorlagen

Rose
Bleistift B4 / A4

Man kann ja jederzeit etwas aus dem Gedächtnis zeichnen. Doch oft fällt das schwer, weil die Vorstellung des zu zeichnenden Objektes nicht gelingen will. Dem Zeichnen sollte das keinen Abbruch tun, denn dann wird die Zeichnung zwar ungenauer, aber umso freier und individueller.

Findet man überhaupt keinen Einstieg, ist es heutzutage, in den Zeiten des Internets, leicht, das bildnerischer Vorstellungsvermögen anzukurbeln. In eine Internetsuchmaschine einfach Marabu oder Rose eingegeben und auf Bildersuche geklickt, und schon sind mannigfaltige Vorlagen zum Zeichnen verfügbar. Das ist für Übungen eine sehr schöne und effektive Möglichkeit, welche die moderne digitale Welt bereithält. Die Gefahr dabei ist, dass der Zeichner in dieses pingelige Foto abpinseln gerät, dessen Ergebnisse man leider nur allzu oft sehen kann. Fotovorlagen sollten frei interpretiert werden. Das gibt den Zeichnungen viel mehr Schwung. Das Charakteristische einer Zeichnung sind die Linie und die Schraffur und nicht die perfekte Kopie einer Vorlage. Es sei denn man ist Fotorealist.

Marabu
Bleistift B4 / A4

 

 

 

Venus

Venus nach Botticelli
Studie a4

 

 

 

Jetzt, wo der November begonnen hat, der Nebelung, träumte ich von Botticellis Venus. Jetzt, wo der altmodische Mensch unserer Breiten den Nordwind erwartet, Nebelfelder und frühmorgendliche Eiskristalle über nochgrünen Wiesen, Gedanken an die Meerschaumgeborene, wie sie anlandet auf ihrem Muschelnachen. Sie hat ein dünnes Gewand bekommen. Es wird kalt.

Landschaft mit Reiher

Landschaft mit Reiher
33 x 24 Öl/LW

Nun wird alles besser. Der alte Bleistift, völlig verbraucht und abgespitzt, musste abdanken. Aus dem Konvolut der Reservisten haben sich die Kandidaten auf das freigewordene Amt als Primärstift in Stellung gerollt. Wehe ihnen, wenn der Anspitzer die Zeichenbühne betritt. Doch sie werden sich, wie alle vor ihnen, den Kopf freiwillig an die Klinge setzen lassen, um die Holzhaut abzuschälen.
Im Gedächtnis sind Bilder des vergangenen Sommers noch lange gespeichert. Hänge und Wiesen, über denen eine warme Luft steht. Reiher, die regungslos auf den Abend warten. Das Klopfen und Hämmern der Wachstumsgesellschaft, der Lärm der Autostraßen, bleiben in der Erinnerung ausgeklammert.

Landschaften aus dem Gedächtnis

Hurra, ich kann Voraussagen machen, die zu 100% eintreffen. Manchmal jedenfalls. Gestern schrieb ich noch hier im Blog, dass die Digitalisierung bald ihren Siegeszug auf die Bildende Kunst ausdehnen wird. Heute hörte ich mit ungläubigem Staunen im Radio, bei Christie’s wird das erste Gemälde, welches von Computeralgorithmen geschaffen wurde, versteigert. Die vorläufige Schätzung soll sich auf 7000 bis 10000 Euro belaufen. Eine kurze Recherche im Internet bestätigte die Korrektheit der Nachricht.

https://www.monopol-magazin.de/christies-versteigert-werk-eines-algorithmus

So viel wie menschliche Intelligenz bringt das Werk zwar noch nicht ein. Stephen Hawkings Nachlass wird zufällig auch gerade versteigert und allein seine Doktorarbeit wird auf 100.000 Dollar geschätzt. Das ist eine andere Hausnummer. Aber immerhin: Das Portrait of Edmond Belamy der künstlichen Intelligenz sieht dem berühmten Jesus-Bild der spanischen Rentnerin Cecilia Giménez verblüffend ähnlich.

Ecce Homo for Doña Cecilia Giménez

 

 

 

 

 

 

Um nach diesen aufregenden Neuigkeiten das Gemüt wieder zu beruhigen, widmete ich mich dann lieber dem Zeichnen von Landschaften aus dem Gedächtnis mit einem 2B Bleistift.

Landschaftsstudie 24 x 32 Bleistift 2B

Analoge Übungen

Wer sich mit Bildender Kunst beschäftigt, kommt nach dem Tod in den Mond. Dort wird er Caspar David Friedrich treffen und bestimmt auch den Weihnachtsmann, wenn dieser auf der Erde nicht mehr gebraucht wird. Aber warum sollten die sich im Arbeitsfeld Bildende Kunst Bemühenden in den Mond kommen? Zur Belohnung natürlich! Nach dem in Kürze zu erwartenden Siegeszug der Digitalisierung, fertigen künstlich intelligente 3-D Drucker die temporär benötigten Kunstgegenstände an. Es werden deshalb Belohnungssysteme vonnöten sein, um hominide Individuen zur Durchführung analoger Übungen zu überreden.

Landschaft mit Flaneuren 60 x 40 Öl auf Leinwand

Vertrotteln

Heute Mittag im TV Bundestag. Die Parlamentarier debattierten über ein sogenanntes Qualifizierungschancengesetz. Großer Konsens herrschte parteiübergreifend darüber, dass von nun an lebenslanges Lernen und lebenslange Weiterbildung für die Bevölkerung Usus wären und dafür Gelder bereitgestellt werden sollen. Das finde ich sehr gut. Für die Kohorten bis 50 jedenfalls. Ich habe mich ja auch mal an einer Fachschule weitergebildet. In jüngeren Jahren. Wenn ich mir die Hefte von damals anschaue, ich hatte ganz gut abgeschlossen, heute würde ich nicht mal mehr die Hälfte davon zustande bringen.
Ich empfinde, dass man ab 55 oder 60 auch geistig abzubauen beginnt. Weiterbildung ab 50 funktioniert nur, wenn sie auf einem Gebiet stattfindet, welches dem Lernenden von sich aus Begeisterung bereitet. Aller den Optimismus kultivierenden Personaltrainer zum Trotz. Kann aber auch sein, dass ich mit der Selbstdiagnose einer schleichenden geistigen Ermüdung, einem zahlenmäßig zu vernachlässigenden Ensemble angehöre. Oder, dass ich gar der Einzige bin, dessen kognitiver Leistungsgraph verdächtig in Richtung X-Achse abzudriften scheint? Ich hätte gerne das Recht verhandelt, im Alter vertrotteln zu dürfen. Die ergötzlichen Arbeitsfelder ausgenommen.

Mann im Dickicht
Studie, Öl auf Papier
A4

Nichts Bemerkenswertes

Manchmal passiert den ganzen Tag nichts Bemerkenswertes. Aber vielleicht ist das nicht nur manchmal so, sondern die Regel. Auf jeden Fall werden die Sinne wach, für die kleinen, unspektakulären Dingen, wenn die Tage ohne Sensationen dahingehen. Für die zunehmende Färbung des Laubes, für das Treiben der Vögel, für den Spaziergang von Nachbars Katze.

Landschaft mit Staffage
Aquarell 30 x 24

Landschaft mit Staffage

Weiß man heute, wo Pieter Bruegel seine Landschaften gemalt hatte? Weiß man heute, ob Frau del Giocondo genauso aussah, wie die Mona Lisa? Man weiß es nicht. Die schroffen Berge in manchen von Bruegels Bildern stimmen jedenfalls nicht mit der Topografie seiner flämischen Heimat überein. Das sagt auch Wikipedia. Und bezüglich der Mona Lisa kann man nur vermuten, dass sie dem damaligen Modell ähnlich ist. Weil Leonardo ein Meister war. Doch es gibt auch Vermutungen, dass Leonardo sich selbst mit in das Porträt hineingemalt hat. Genaues weiß man nicht. Daraus folgt: Landschaften auf gemalten Bildern müssen nicht unbedingt lokalisierbar sein und gemalte Porträts nicht unbedingt ähnlich.

Landschaft mit Staffage
Aquarell 24 x 32

Schloß Brandenstein

Nimmt der Wanderer die Straße von Pößneck nach Krölpa und biegt dort in Richtung Ranis ab, bietet sich seinem Auge eine abwechslungsreiche Landschaft dar. Sanfte und schroffe Erhebungen wechseln sich ab mit ausgedehnten Feldern und Wäldern. Alte knorrige Obstbäume säumen die Raine. Nicht lange und er erblickt einen kleinen bewaldeten Höhenzug auf dem Schloß Brandenstein in der warmen Nachmittagssonne thront. Angetan von der romantischen Kulisserie sucht er sich ein bequemes Plätzchen, setzt sich nieder, schnürt sein Ränzlein auf und holt das Zeichenzeug heraus, um die Szene zu konterfeien.

Schloß Brandenstein
Aquarell 24 x 32

Zeichnen

Vier Kopfstudien

Das Zeichnen macht zur Zeit besonders Spaß. Ich habe sozusagen die Zeichneritis bekommen. Diese Krankheit ist ziemlich hartnäckig und verheilt sehr, sehr langsam. Na ja, den einen oder anderen Versuch kann ich ja auf dem Blog abladen. Heißt das eigentlich der Blog oder das Blog. Der Duden ist sich diesbezüglich nicht einig. Dort ist zu lesen, Substantiv, Neutrum, oder Substantiv, maskulin. Demnach könnte man es schreiben, wie man will. In dem Blog Conterest steht (ganz unten): „…Denn natürlich heißt es das Blog. Schon immer, und von Anfang an. Aus nicht überlieferten Gründen ist irgendwann vor 10 oder so Jahren auch die Bezeichnung der Blog aufgekommen…„.

Gestern kam einen Meldung von Heise im Internet, dass Google plus geschlossen werden soll. Dort habe ich auch noch eine Seite, die nun wegfallen wird. Also hätte ich dann mehr Zeit für mein, oder meinen, Blog. Auch nicht schlecht.

Junge an der Tür