Bi-Ba-Butzemann

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann
In unserm Haus herum, fidebum,
Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann
In unserm Haus herum.
Er rüttelt sich, er schüttelt sich,
Er wirft sein Säckchen hinter sich.
Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann
In unserm Haus herum.

Dieses Lied ist aus der Liedersammlung ‚Des Knaben Wunderhorn‘ von Clemens Brentano und Achim von Arnim. Laut Wikipedia soll Jacob Grimm das Lied aus seinen Kindheitserinnerungen niedergeschrieben und zur Verfügung gestellt haben. Die Katalanen machten aus dem Bi-Ba Butzemann Anfang diesen Jahres den Viva Puigdemon, aber das nur nebenbei. Der lustige Bi-Ba Butzemann war ursprünglich eine Kinderschreckfigur. Hier ist ein Bild von Goya, welches den spanischen Butzemann El Coco zeigt. Wieder bei Wikipedia nachgeschaut lesen wir, dass sich Butzemann vermutlich aus dem mittelhochdeutschen Wort bôzen oder bessen „schlagen, poltern, klopfen“ ableitet und eine Sammelbezeichnung für schreckende Dämonen und Gespenster, insbesondere alle kobold- oder zwergenartigen wäre. Wahrscheinlich gibt es bei Wikipedia deshalb einen Link von den Venedigern, oder auch Walen genannt, zum Bi-Ba Butzemann. Jene Venediger die der Überlieferung nach aus Italien kamen und die Fähigkeit besessen haben sollen, wertvolle Bodenschätze zu finden. Hier auf dem Bild sehen wir den Venediger Tazitus, der nach einer langen Fußreise im Thüringischen angekommen ist und sich in das Waldesinnere zurückgezogen hat, um einem Nickerchen zu frönen. Einem geheimen Mythos zufolge sollen sich an den Stellen, wo besonders große Pilze wachsen, in zwei Klafter Tiefe, reiche Erz- und Edelsteinvorkommen befinden. Seitdem das Pilzesammeln volkssportartige Ausmaße angenommen hat, wurden jedoch in den hiesigen Wäldern keine Schätze mehr gefunden.

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