Gegend bei Miesitz

Gegend bei Miesitz
Gegend bei Miesitz 24 x 32, aquarellartig vermalte Gouache auf Papier

Ich glaube, ich bin ein Fan der alten analogen Welt. Mit der sogenannten Digitalisierung wird wieder einmal eine populäre Sau durch das Dorf getrieben, die mir zudem völlig unbekannt ist. Heute wollte ich mühsam erarbeitete, schöne bunte Dateien zum Onlinedrucken dem vielgepriesenen Internet anheimstellen. Ach, alles ist schief gegangen. Auf den Korrekturfahnen waren auf einmal weiße Ränder um alle eingefügten Bilder zu sehen, das hochladen neuer Dateien funktionierte nicht und am Telefon meldete sich die Warteschleifendamenstimme in monotonen Wiederholungen. Das kostet Nerven.
Nervenschonend ist dagegen das analoge Herstellen von Landschaftsmalereien mit Hilfe von Gouache, Aquarell- oder Ölfarbe. Ich sitze bei heiterem Wetter am Feldrand und lasse alles auf mich wirken: den Wind, das Rauschen der Baumwipfel, das Summen und das Knispeln der Insekten, den Geruch der Blüten und der Gräser. Ich tauche den Pinsel in das Wasser und danach in die Farbe. Keine Error Meldung blinkt über den Farbnäpfchen auf.

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