Polyester auf dem Mount Everest

Was war die wichtigste Nachricht der letzten Woche? Wahrscheinlich diese: Spektrum berichtete, dass auf dem Mount Everest Mikropartikel von Polyester-Fasern aus Bergsteigerbekleidung gefunden worden sind. Ich bin erschüttert.
Die weniger wichtigen Neuigkeiten: Im Studio wurde eine Landschaft mit Kuh fertiggestellt. Als Vorlage diente eine Bleistiftskizze vom vergangenen Sommer.

Komm heran o Nord Öl auf Malpappe 24×32
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Journalistischer Schwachsinn

Bildnis einer jungen Frau Öl auf LW 40×30

Die wichtigsten Schlagzeilen der letzten Tage hatten es in sich. Der Tagesspiegel: „Das Auftreten von Joe Biden und Kamala Harris… Wenn Anstand zu Tränen rührt … Erleichterung nach den Trump-Jahren: Man möchte den frisch Gewählten vor Dankbarkeit um den Hals fallen …“
Die Berliner Zeitung: „Das Charisma von Kamala Harris: Eine Frau schreibt Politgeschichte … Was die nächste US-Vizepräsidentin ikonisch macht, ist ihre Aura: Sie versöhnt Moral und Glamour, Härte und Hollywood …“
Ihre Aura macht sie ikonisch? Oh mein Gott, der journalistische Blödsinn vermehrt sich rascher als die COVID-19 Bazille. Wo waren eigentlich die russischen Hacker zur US Wahl?
Vermutlich ist die Aura der Harris so dicht, wie die Schutzschilde der Enterprise. Die Hacker konnten sie nicht durchdringen.
Ihr Edelfedern, denen solcher Schwachsinn entströmt, legt das Schreibgerät nieder und stellt eure Tintenfässer als Nippes in die Schrankwände. In der Regel lesen mündige Erwachsene Zeitung. Gut, als mündiger Erwachsener kann man Zeitungen zusammenfalten und in den Papierkorb werfen, oder abbestellen.
Zum Glück gab es doch noch eine wirklich wichtige und ergreifende Schlagzeile: „Die Queen ist bis ins Mark erschüttert. Ihre Hofdame ist gestorben.“

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Wiedergeburt

Am Berg Bleistiftskizze
Felsen Bleistiftskizze

Gesetzt dem Fall, die Buddhisten und Friedrich Nietzsche behielten recht mit ihren Behauptungen von der Wiedergeburt und der ewigen Wiederkehr, und gesetzt dem Fall, ich würde auf die eine oder andere Art wiedergeboren, so wünschte ich mir als amerikanischer Präsident wiedergeboren zu werden. Es ist doch einer der angenehmsten Jobs. Wenn es mal schlecht läuft, verdrückt man sich auf den Golfplatz, wie Trump, dem der Bote dort die Nachricht von der Wahlniederlage überbrachte. Ansonsten ist scheinbar auch nicht viel zu tun. Der alte Präsident hält bockig die Tür zum Weißen Haus von innen zu: „Du kommst hier nicht rein!“
Und der neue Präsident, wenn er nicht gerade durch krumme Geschäfte in Anspruch genommen wird, tritt von draußen bockig an die Tür: „Lass mich rein!“
So sind die beiden bis zur Inauguration Ende Januar mit sich selbst beschäftigt. Ach, lassen wir sie. Die Welt dreht sich weiter, ob mit oder ohne Präsidenten.

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