Eichen und der Impressionismus

Das Hauptverdienst des Impressionismus war, dass man ab da einen Monet, Renoir oder Cezanne kaufte und nicht mehr einen Eichenhain im Abendsonnenlicht oder eine Rast in südlicher Landschaft. Das Name-Branding war erfunden. Für das kunstinteressierte Publikum bedeutete dies zunächst einen erheblichen Mehraufwand an Bildungsarbeit, musste es doch lernen, einen Monet von einem Renoir unterscheiden zu können. Die Signatur wurde wichtig und ist es bis heute geblieben. Das signierte Werk ist das teurere.

Hatte man erst einmal diese Hürde genommen und war in der Lage anhand der Signatur und vielleicht sogar durch Kentniss des Stils den Verfasser des Werkes zu bestimmen, so konnte man zur Belohnung der Mühen für sich in Anspruch nehmen, als gebildet zu gelten.Woher diese Formen, woher diese Stimmung. Hat sich schon wieder alles geändert? Ja! Schon seit langem weiß man, und ein kluger Mann schrieb es einst auf, dass sich die Bilder und die Ansichten über die Dinge nach einem Dezennium, ja schon nach einem Lustrum so zu ändern vermögen, dass der oberflächliche Geist nicht glauben kann, dass diese sich aus demselben Ich in die Welt bildeten.Dem digitalen Irrsinn entfliehen, dem Feldweg nachgehen, uralte Bäume betrachten.

Eiche
Eiche 18 x 24 Öl auf Leinwand

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