Putti

Die Schweizer Nationalmannschaft läuft gerade einem 0:1 Rückstand hinterher. Doch gegen die Serben wird es schwer werden. Gut, beide Mannschaften geben sich alle Mühe und die glücklichere wird gewinnen, oder auch nicht. Was war früher los am 22. Juni? Die Römer besiegen die Makedonen, Galileo Galilei schwört vor Gericht dem heliozentrischen Weltbild ab. Rembrandt van Rijn heiratet Saskia van Uylenburgh, das passt zum Beitragstitel. Ich wollte schon immer mal Putti malen. Der Singular ist Putto. Ein Putto ist ein engelartiges Phantasiewesen in Knabengestalt. Im Prinzip sind Putti dicke Kinder mit Flügeln. Rembrandt hatte 1635 die Entführung des Ganymed gemalt.

Die Entführung des Ganymed

Der sieht auf dem Bild aus wie ein Putto. Er hat allerdings keine Flügel und lässt vor Angst das Wasser. Ganymed bräuchte keine Angst zu haben, hinter der Entführung steckt niemand anderes als der Oberboss des Olymps, Zeus. Er mag den Ganymed und er bringt ihn in Gestalt eines Adlers auf den Olymp, wo er eine Anstellung als Mundschenk erhält. Im Barock bevölkerten viele Putti Bilder oder als kleine Skulpturen Bauwerke. Alles wunderbare Vorlagen, um das Zeichnen der lustigen Flügelwesen zu üben. Putti liegen in lauen Nächten am liebsten auf lieblichen Anhöhen und trompeten vor sich hin.

Trompetenputto

Eine Neuerung in der Ikonographie stellt die hier abgebildete Begegnung eines Putto mit einem Zwerg dar.

Putto und Zwerg

Man sieht, bildende Kunst lebt von Innovation. Irgendwann male ich mir einen Putto in Öl. Inzwischen haben die Schweizer den Ausgleich geschafft. Aber das Spiel geht noch 20 Minuten.

Putto mit Hirtenstab auf dem Heimweg

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