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Der Zeichner unter den drei Eichen

Das Zeichnen und Malen in der Natur ist doch immer wieder eine willkommene Abwechslung zum Atelieralltag. Die Impressionen, die den Malort im Freien auszeichnen, prägen sich recht tief in das Gedächtnis ein. Schaut man später, zu Hause, die Skizzen und Studien durch, erinnert man sich ziemlich genau an die Stimmung vor Ort, an die Lichtverhältnisse, die Geräusche und Gerüche, an die lästige Wespe, die nicht weichen wollte und sich selbst durch heftiges Wedeln mit dem Skizzenblock nicht vertreiben ließ.

Der Zeichner unter den drei Eichen
Der Zeichner unter den drei Eichen

Eine Schwierigkeit, die sich immer wieder beim Plein Air aufzeigt, und vor allem für Anfänger eine Hürde darstellt, ist die Auswahl eines geeigneten Ausschnittes. Erscheint uns die umgebenden Natur doch schier unendlich. Man kann nicht alles malen, was da ausgebreitet vor uns liegt. Es muss auch nicht alles gemalt werden. Wenn mich die Fülle der vor mir ausgebreiteten Landschaft quasi erschlägt, suche ich mir eine Einzelheit aus, einen Baum, eine Buschgruppe, eine Wegbiegung und versuche diese, nachdem ich die Horizontlinie festgelegt habe, auf dem Blatt formatfüllend beziehungsweise das Format aufspannend zu platzieren.
Die Vorlage für den Zeichner unter den drei Eichen waren die Skizze und die Erinnerung an den vor kurzem erfolgten Studiengang in den Eichenhain.

ps. Ich kann jetzt auch Initialbuchstaben. 🙂

Skizze

Frühlingshaftes Wetter ringsum. Nur das Grün der Bäume fehlt. Das hat aber auch sein Gutes. Ohne Laub kann man die Anatomie der Bäume und Sträucher sehr gut studieren. Geht man um den Triptiser Stausee, findet man sich plötzlich in einem kleinen Eichenhain wieder. Dort saß ich auf einem Stumpf und zeichnete die Eiche. Um die Skizze etwas zu beleben, kam noch ein Reiher dazu. Der war aber nicht vor Ort, der ist eine reine Erfindung meinerseits.
Den Nachmittag nutzte ich heute um im Garten fünf Bildträger vorzuleimen und zu grundieren. Im Freien macht sich das gut, weil die Aufträge rasch trocknen und man zügig vorankommt.

Eiche
Eiche

Römischer Torbogen

Entwurf eines einfachen römischen Torbogens für den Stadtpark in Triptis. Wäre es nicht ein Vergnügen für Flaneure, könnten sie auf dem Spaziergang im Park antike Bauwerke durchwandeln?

Torbogen
Torbogen

Nachtrag:

Nun ist nach dem Abendbrot noch eine kleine Skizze entstanden. Ein Mann in unmoderner Kleidung geht über den Hof der Burg Ranis.

Burghof Ranis
Burghof Ranis

Castello Santa Severa

Santa Severa ist ein Badeort der Römer. Er liegt nordwestlich von Rom am Mittelmeer. Die Burg dort wurde im 9. Jh. gebaut.
Für dieses Jahr habe ich mir mal ganz unverbindlich vorgenommen mehr zu skizzieren und zu zeichnen. Im Zeichnen muss ich sattelfester werden. Deshalb gibt es von nun an eher jeden Tag eine Zeichnung oder Skizze, als ein Bild. Aber Bilder kommen auch ab und zu in den Blog.

Am Castello Santa Severa
Am Castello Santa Severa

Vorlagen

Rose
Bleistift B4 / A4

Man kann ja jederzeit etwas aus dem Gedächtnis zeichnen. Doch oft fällt das schwer, weil die Vorstellung des zu zeichnenden Objektes nicht gelingen will. Dem Zeichnen sollte das keinen Abbruch tun, denn dann wird die Zeichnung zwar ungenauer, aber umso freier und individueller.

Findet man überhaupt keinen Einstieg, ist es heutzutage, in den Zeiten des Internets, leicht, das bildnerischer Vorstellungsvermögen anzukurbeln. In eine Internetsuchmaschine einfach Marabu oder Rose eingegeben und auf Bildersuche geklickt, und schon sind mannigfaltige Vorlagen zum Zeichnen verfügbar. Das ist für Übungen eine sehr schöne und effektive Möglichkeit, welche die moderne digitale Welt bereithält. Die Gefahr dabei ist, dass der Zeichner in dieses pingelige Foto abpinseln gerät, dessen Ergebnisse man leider nur allzu oft sehen kann. Fotovorlagen sollten frei interpretiert werden. Das gibt den Zeichnungen viel mehr Schwung. Das Charakteristische einer Zeichnung sind die Linie und die Schraffur und nicht die perfekte Kopie einer Vorlage. Es sei denn man ist Fotorealist.

Marabu
Bleistift B4 / A4