Castello Santa Severa

Castello Santa Severa

Santa Severa ist ein Badeort der Römer. Er liegt nordwestlich von Rom am Mittelmeer. Die Burg dort wurde im 9. Jh. gebaut.
Für dieses Jahr habe ich mir mal ganz unverbindlich vorgenommen mehr zu skizzieren und zu zeichnen. Im Zeichnen muss ich sattelfester werden. Deshalb gibt es von nun an eher jeden Tag eine Zeichnung oder Skizze, als ein Bild. Aber Bilder kommen auch ab und zu in den Blog.

Am Castello Santa Severa
Am Castello Santa Severa

Vorlagen

Rose
Bleistift B4 / A4

Man kann ja jederzeit etwas aus dem Gedächtnis zeichnen. Doch oft fällt das schwer, weil die Vorstellung des zu zeichnenden Objektes nicht gelingen will. Dem Zeichnen sollte das keinen Abbruch tun, denn dann wird die Zeichnung zwar ungenauer, aber umso freier und individueller.

Findet man überhaupt keinen Einstieg, ist es heutzutage, in den Zeiten des Internets, leicht, das bildnerischer Vorstellungsvermögen anzukurbeln. In eine Internetsuchmaschine einfach Marabu oder Rose eingegeben und auf Bildersuche geklickt, und schon sind mannigfaltige Vorlagen zum Zeichnen verfügbar. Das ist für Übungen eine sehr schöne und effektive Möglichkeit, welche die moderne digitale Welt bereithält. Die Gefahr dabei ist, dass der Zeichner in dieses pingelige Foto abpinseln gerät, dessen Ergebnisse man leider nur allzu oft sehen kann. Fotovorlagen sollten frei interpretiert werden. Das gibt den Zeichnungen viel mehr Schwung. Das Charakteristische einer Zeichnung sind die Linie und die Schraffur und nicht die perfekte Kopie einer Vorlage. Es sei denn man ist Fotorealist.

Marabu
Bleistift B4 / A4

 

 

 

Venus

Venus nach Botticelli
Studie a4

 

 

 

Jetzt, wo der November begonnen hat, der Nebelung, träumte ich von Botticellis Venus. Jetzt, wo der altmodische Mensch unserer Breiten den Nordwind erwartet, Nebelfelder und frühmorgendliche Eiskristalle über nochgrünen Wiesen, Gedanken an die Meerschaumgeborene, wie sie anlandet auf ihrem Muschelnachen. Sie hat ein dünnes Gewand bekommen. Es wird kalt.

Landschaften aus dem Gedächtnis

Hurra, ich kann Voraussagen machen, die zu 100% eintreffen. Manchmal jedenfalls. Gestern schrieb ich noch hier im Blog, dass die Digitalisierung bald ihren Siegeszug auf die Bildende Kunst ausdehnen wird. Heute hörte ich mit ungläubigem Staunen im Radio, bei Christie’s wird das erste Gemälde, welches von Computeralgorithmen geschaffen wurde, versteigert. Die vorläufige Schätzung soll sich auf 7000 bis 10000 Euro belaufen. Eine kurze Recherche im Internet bestätigte die Korrektheit der Nachricht.

https://www.monopol-magazin.de/christies-versteigert-werk-eines-algorithmus

So viel wie menschliche Intelligenz bringt das Werk zwar noch nicht ein. Stephen Hawkings Nachlass wird zufällig auch gerade versteigert und allein seine Doktorarbeit wird auf 100.000 Dollar geschätzt. Das ist eine andere Hausnummer. Aber immerhin: Das Portrait of Edmond Belamy der künstlichen Intelligenz sieht dem berühmten Jesus-Bild der spanischen Rentnerin Cecilia Giménez verblüffend ähnlich.

Ecce Homo for Doña Cecilia Giménez

 

 

 

 

 

 

Um nach diesen aufregenden Neuigkeiten das Gemüt wieder zu beruhigen, widmete ich mich dann lieber dem Zeichnen von Landschaften aus dem Gedächtnis mit einem 2B Bleistift.

Landschaftsstudie 24 x 32 Bleistift 2B

Abends im Feld

Hausgruppe bei Leubsdorf

Am frühen Abend ergab sich doch noch die Gelegenheit, auf die Pirsch zugehen. Hinter einem abgeernteten Feld bei Leubsdorf eine kleine Gruppe von Häusern. Die letzte Zeichnung für heute. Jetzt ist Feierabend. Ach, im angrenzenden Wald war ich noch, um zu schauen, ob sich vielleicht der eine oder andere Pilz für das Abendbrot finden lässt, doch entweder bin ich auf dem Pilzauge blind, oder der Sommer war zu trocken. Da standen nicht mal Fliegenpilze.

Erkundungsgang

 

Als ich heute in der Früh aus dem Fenster schaute, bot sich mir die Landschaft dar, wie an einem zu warmen Novembermorgen. Graue Nebel allerorten, Nieselregen und so richtig Tag wollte es auch nicht werden. Dann, am Nachmittag, wurde es zunehmend trockener und es hellte auf. Die Gelegenheit war günstig für den Landschafter, sich auf einen Erkundungsgang zu wagen. Ich fuhr nach Miesitz. Ein Stück hinter dem Ortsausgang in Richtung Traun gibt es einen schönen Blick zurück auf ein paar Hügel zwischen denen die B281 in Richtung Triptis verschwindet.

Landschaft an der B281 bei Miesitz

Blickt man über Miesitz, erheben sich Felder und hinter den fernen Wäldern beginnt das Holzland.

Landschaft bei Miesitz

Weiter nach Traun. Durch das kleine Dorf geht es schnell mit dem Auto. Mit dem Fahrrad ist ein nicht unerheblicher Anstieg zu bewältigen. Kurz nach Traun Richtung Lemnitz bieten sich herrliche Aussichten in das Orlatal.

Blick in die Orlasenke bei Traun

Auf der anderen Seite steigt das Gelände weiter an. Von Waldstücken eingeschlossen liegen abschüssige Felder.

Feld bei Traun

Über Lemnitz und Leubsdorf zurück nach Triptis.

Orlasenke Richtung Lemnitz