Schaf auf einer Wiese

Das Schaf wanderte aus

Zu Weihnachten ist das Schaf ausgewandert und hat eine neue Besitzerin gefunden. Den verlassenen Platz am Fenster, wo es ausgestellt war, haben nun die herbstlichen Felder erobert.
Was nun? Man könnte sich ein neues Schaf malen. Eine neue Fassung. Von Edward Munch’s Schrei gibt es auch mehrere Fassungen. Vier Stück sollen es sein. Auch von Caspar David Friedrichs Gemälde Zwei Männer in Betrachtung des Mondes sind verschiedenen Fassungen bekannt. Mal mit zwei Männern, dann mit Mann und Frau.
Ich denke, wenn im Sommer die Tiere wieder auf den Weiden sind, werden ich mich mit Bleistift und Skizzenblock bewaffnen, fröhliche Studien treiben und mir ein neues Schaf malen. Oder zwei? Oder drei? Schauen wir mal.

Spaziergang im Wald II Idylle

Die Idylle wird in der Literatur zur Bildenden Kunst, was die Lehrbücher anbetrifft, nicht mehr behandelt. Das einzige mir bekannte Lehrbuch neueren Datums, in dem die Idylle ein kleines idyllisches Dasein fristen darf, ist das über Landschaften von Gottfried Bammes. Kritiker der Idylle werden einwenden, dass sie das wahre Leben ignorierend nichts anderes als Wirklichkeitsflucht ist.
Die beiden Spaziergänger beschlossen an einem sonnigen Morgen, für heute das wahre Leben sich selbst zu überlassen, und schlugen den Weg durch eine romantische Schlucht im Walde ein. Weit weg von besagtem wahren Leben, gab es auf dem abenteuerlichen Pfad so manch idyllisches Fleckchen Natur zu entdecken.

33 x 24 Öl auf MDF Board

Spaziergang im Wald
Spaziergang im Wald

Pilgrim im Wald

Die Ölskizze heute ist wahrhaftig sehr klein. Es ist der Rest des Ölmalpapiers von der gestrigen Skizze, den ich mit der Schere abgeschnitten habe und dann doch nicht wegwerfen wollte. Der Sinn der Skizze war, weiter Landschaftselemente abzuklären. Als Vorlage dienten eine Durchsicht von Spitzweg Bildern (Das sieht man bestimmt) und eine Skizze. Die Maße des Bildes sind nur 21cm x 12 cm.

Pilgrim im Wald
Pilgrim im Wald
Südliche Landschaft

Mediterrane Landschaft mit Rückenfigur und Antiken Ruinen

Die Flucht vor Winter und Moderne trieb mich in eine südliche Landschaft. Eine Rückenfigur blickt über sanfte Hügel und antike, längst verlassene Bauwerke. Eine rasch untergehende Sonne verbreitet Abendstimmung.

Ölstudie auf Papier, 24x 30


Wenn Ihnen der Blog gefällt, können Sie ihn hier auch abonnieren.
Oder teilen Sie einfach den Beitrag:

Der einsame Weihnachtsmann

Der einsame Weihnachtsmann

So, heute bin ich wieder da und da gibt es auch wieder ein Tagesbild im Blog. Heute kam im Radio, dass weiße Weihnachten nur noch ganz selten zu erwarten sind. Daher ist die Landschaft schneefrei. Ein einsamer Weihnachtsmann geht durch die Felder. Nun ist erstmal Wochenende und Weihnachtsfeiertage. Allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest. Bis dann.


Wenn Ihnen der Blog gefällt, können Sie ihn hier auch abonnieren.
Oder teilen Sie einfach den Beitrag:

Kleine Landschaft

Kleine Landschaft

Mit den Farben, die von Gestern noch übrig und gut waren, habe ich das heutige Tagesbild, diese kleine Landschaft, gemalt. Die auf die Palette gesetzten Farben kann man, solange sie noch ungemischt sind, zwei Tage lang benutzen. Außer Umbra. Die trocknet ziemlich schnell ein. Bei mir jedenfalls. Man muss nur die Mischfläche auf der Palette säubern. Die Farben ringsum bleiben einfach stehen. So mache ich das oft.
Morgen verreise ich, da gibt es kein Bild. Bis dann.


Wenn Ihnen der Blog gefällt, können Sie ihn hier auch abonnieren.
Oder teilen Sie einfach den Beitrag:

Auslage

Auslage

Das Tagesbild heute habe ich schon vormittags begonnen zu malen. Die Auslage eines kleinen Bekleidungsgeschäftes in der Poststraße und vor allem die Puppe mit dem roten Stoffhut und dem goldenen Anorak fielen in das Auge und da war die Motiventscheidung rasch gefällt.
Morgen habe ich Termin beim Doc. Deshalb gibt es erst übermorgen wieder ein Tagesbild. Bis dann.

24cm x 32cm / Öl auf MDF Platte

Wenn Ihnen der Blog gefällt, können Sie ihn hier auch abonnieren.
Oder teilen Sie einfach den Beitrag:

Dunkle Wolken über dem Sportplatz

Tagesbild Dunkle Wolken über dem Sportplatz

Im Internet habe ich gesehen, vor einiger Zeit schon, dass es einige Maler gibt, die jeden Tag ein kleines Bild malen. Das nennt man Daily Painting und es kommt wohl hauptsächlich aus dem amerikanischen Raum. Da habe ich mir einfach gedacht, das machst du auch. Ich erhoffe mir davon eine stetige Verbesserung der Maltechnik nach dem Motto: Übung macht den Meister. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte. Aber Wochenende muss bei mir sein. 🙂

Das ist nun schon mein drittes Tagesbild. Immerhin! Über dem Sportplatz zieht schlechtes Wetter auf.

24cm x 32cm / Öl auf MDF Platte

Wenn Ihnen der Blog gefällt, können Sie ihn hier auch abonnieren.
Oder teilen Sie einfach den Beitrag:

Schlehen

Schlehen

Heute früh auf einem Parkplatz entdeckt: kahle Sträucher, an denen blaue Beeren hängen. Ich bin mir sicher, dass es Schlehen sind. Eine Nahrungsreserve für die Vögel im Winter.
Ein schönes Motiv für das heutige Tagesbild. Jetzt geht’s in das Wochenende. Den Lesern des Blogs ein schönes Wochenende.

32cm x 24cm / Öl auf MDF Platte

Wenn Ihnen der Blog gefällt, können Sie ihn hier auch abonnieren.
Oder teilen Sie einfach den Beitrag:

Verlassenes Haus

Triptis Verlassenes Haus

Mein heutiges Motiv ist ein altes leerstehendes Haus, heute früh beim Einkaufen fotografiert. Das ist in Triptis gleich vor dem Norma Markt. Früher hieß das An der  Wolfsschlucht, weil ganz früher in der Nähe eine Gaststätte stand. Die hieß Wolfsschlucht.

24cm x 32cm / Öl auf MDF Platte

Wenn Ihnen der Blog gefällt, können Sie ihn hier auch abonnieren.
Oder teilen Sie einfach den Beitrag:

 

Neue Leinwand

New Canvas

Überraschung! Eine neue Leinwand steht auf der Staffelei. Die Frage ist, was könnte man malen? Vielleicht den Eingang zu einem alten Bergwerk? So eins in denen früher die Venetianer zugange waren. Von denen sich der Mythos der Zwerge ableitet? Im Internet habe ich gelesen, dass es im Sauerland einen Venetianerstollen gibt. Ich habe gleich mal bissel nach diesen Vorlagen herumskizziert. Na, mal sehen.

Venetianerstollen

Venetianerstollen

Für die Leinwand habe ich Baumwolltuch genommen, Maltuch Wassily ungrundiert. Das hat ein Gewicht von 280 g/m². Es müsste also korrekterweise heißen, eine neue Baumwolle steht auf der Staffelei, das klingt jedoch komisch. Das Tuch habe ich auf den Keilrahmen getackert und zweimal mit Hasenleim vorgeleimt. Der Leimansatz hat ein Mischungsverhältnis von 80g auf 1l Wasser. Dieser Ansatz wurde rund drei Stunden quellen gelassen, dann im Leimtopf auf ungefähr 60°C erwärmt. Nach dem Quellen, als es schon auf Arbeitstemperatur war, habe ich 8g Alaun hinzugefügt, damit die Leimung wasserfest wird. Der Alaun darf erst nach dem Quellen dazugegeben werden, sonst quellt nix. Nachdem die Leimung trocken war, habe ich 0,2l des warm gehaltenen Leimwassers mit 100g Lithopone und 100g Kreide verrührt. Das ergibt einen Kreidegrund. Mit diesem Kreidegrund wurde die Leinwand, bzw. Baumwolle, drei mal grundiert. Als das dann wiederum trocken war, mit feinem Schleifpapier glattgeschliffen und als Isolierung des Kreidegrundes, und gleichzeitige Imprimitur, wurde eine Kaseintempera mit grünlicher Umbra Natur aufgepinselt.
So, nun weiß ich immer noch nicht, was ich auf die Baumwolle malen könnte.

Zwerg

Zwerg

St. Sebastian Studie

Sebastian II

Heute Vormittag war Zeit an der Studie weiterzuarbeiten. Ich habe den Körper der Figur überarbeitet und das Tuch angelegt. Die Rinde des Baumes hat auch eine erste Strukturierung bekommen. Meine Palette für diese Studie trägt die Farben Zitronengelb, gelber Ocker, Irgazienrot, Krapplack, Titan-Zinkweiß, gebrannte Sienna, Ultramarinblau und Coelinblau.

Palette

Palette

Ach und für die Grüns und die Abstimmung des Inkarnats der Figur kam schließlich noch französische grüne Erde dazu. An der Tube ist zu erkennen, dass ich mir diese Farbe, so wie den Ocker auch, selbst herstelle.

Grüne Erde

Grüne Erde

St. Sebastian Studie

St. Sebastian Studie

Atelier

Studie heiliger Sebastian

Das neue Studio ist nun halbwegs eingerichtet. Klein aber fein. Ab jetzt läuft das Experiment, Malen im kleinen Raum. Ich denke, dass Bilder bis 1,30 m möglich sind. Und im Sommer kann man immer draußen malen.

Aktuell ist aber eine kleine Studie auf Papier in Arbeit. Ich wollte schon immer mal einen heiligen Sebastian malen. Der Sebastian war ein römischer Offizier. Weil er sich zum Christentum bekannte, soll er von Kaiser Diokletian zum Tode verurteilt worden sein. Das Urteil vollstreckten Bogenschützen, weshalb er meistens von Pfeilen durchbohrt dargestellt wird. Ja dieser Kaiser hielt nicht viel von Religionsfreiheit.

Studie heiliger Sebastian

Studie heiliger Sebastian

Mein Sebastian soll an einem Baum gebunden im Wald die Vollstreckung des Urteils empfangen haben. Sebastian soll seine Hinrichtung jedoch überlebt haben. Auf dem grundierten Papier habe ich die Figur angelegt und den Waldhintergrund als Dunkelheit angedeutet. Alles mit stark verdünnter Ölfarbe, welche rasch anzog.

Landschaft mit Reiher

Landschaft mit Reiher

Landschaft mit Reiher
33 x 24 Öl/LW

Nun wird alles besser. Der alte Bleistift, völlig verbraucht und abgespitzt, musste abdanken. Aus dem Konvolut der Reservisten haben sich die Kandidaten auf das freigewordene Amt als Primärstift in Stellung gerollt. Wehe ihnen, wenn der Anspitzer die Zeichenbühne betritt. Doch sie werden sich, wie alle vor ihnen, den Kopf freiwillig an die Klinge setzen lassen, um die Holzhaut abzuschälen.
Im Gedächtnis sind Bilder des vergangenen Sommers noch lange gespeichert. Hänge und Wiesen, über denen eine warme Luft steht. Reiher, die regungslos auf den Abend warten. Das Klopfen und Hämmern der Wachstumsgesellschaft, der Lärm der Autostraßen, bleiben in der Erinnerung ausgeklammert.

Landschaft mit Flaneuren

Analoge Übungen

Wer sich mit Bildender Kunst beschäftigt, kommt nach dem Tod in den Mond. Dort wird er Caspar David Friedrich treffen und bestimmt auch den Weihnachtsmann, wenn dieser auf der Erde nicht mehr gebraucht wird. Aber warum sollten die sich im Arbeitsfeld Bildende Kunst Bemühenden in den Mond kommen? Zur Belohnung natürlich! Nach dem in Kürze zu erwartenden Siegeszug der Digitalisierung, fertigen künstlich intelligente 3-D Drucker die temporär benötigten Kunstgegenstände an. Es werden deshalb Belohnungssysteme vonnöten sein, um hominide Individuen zur Durchführung analoger Übungen zu überreden.

Landschaft mit Flaneuren 60 x 40 Öl auf Leinwand

Vertrotteln

Heute Mittag im TV Bundestag. Die Parlamentarier debattierten über ein sogenanntes Qualifizierungschancengesetz. Großer Konsens herrschte parteiübergreifend darüber, dass von nun an lebenslanges Lernen und lebenslange Weiterbildung für die Bevölkerung Usus wären und dafür Gelder bereitgestellt werden sollen. Das finde ich sehr gut. Für die Kohorten bis 50 jedenfalls. Ich habe mich ja auch mal an einer Fachschule weitergebildet. In jüngeren Jahren. Wenn ich mir die Hefte von damals anschaue, ich hatte ganz gut abgeschlossen, heute würde ich nicht mal mehr die Hälfte davon zustande bringen.
Ich empfinde, dass man ab 55 oder 60 auch geistig abzubauen beginnt. Weiterbildung ab 50 funktioniert nur, wenn sie auf einem Gebiet stattfindet, welches dem Lernenden von sich aus Begeisterung bereitet. Aller den Optimismus kultivierenden Personaltrainer zum Trotz. Kann aber auch sein, dass ich mit der Selbstdiagnose einer schleichenden geistigen Ermüdung, einem zahlenmäßig zu vernachlässigenden Ensemble angehöre. Oder, dass ich gar der Einzige bin, dessen kognitiver Leistungsgraph verdächtig in Richtung X-Achse abzudriften scheint? Ich hätte gerne das Recht verhandelt, im Alter vertrotteln zu dürfen. Die ergötzlichen Arbeitsfelder ausgenommen.

Mann im Dickicht
Studie, Öl auf Papier
A4